Spannender Qualifikations-Marathon der DBU in Ludwigshafen
BV 22 Kelsterbach sammelt wertvolle Erfahrungen auf schwierigen Ölbildern
Am Wochenende des 8. und 9. August 2026 stand in der Felix Bowling in Ludwigshafen ein echtes Mammutprogramm für Deutschlands beste Senioren-Bowler auf dem Plan: Die nationale DBU-Qualifikation für die Senioren-Weltmeisterschaften (50+ & 65+) 2027 sowie die Senioren-Europameisterschaften (50+) 2027. Vom BV 22 Kelsterbach traten vier Athleten an, um sich unter den besten deutschen Bowlern zu behaupten.
Das Format hatte es in sich: Insgesamt drei 6er-Serien mussten absolviert werden – und jede Serie wurde auf einem völlig anderen Ölmuster gespielt.
Anspruchsvoller Auftakt am Samstag
Bereits am frühen Samstagmorgen um 08:00 Uhr fiel der Startschuss. Das erste Ölbild erwies sich direkt als die schwerste Hürde des gesamten Turniers. Anastasios Chalkidis erwischte von unseren Spielern den besten Start und belegte mit 1.043 Pins Rang 21. Knapp dahinter folgten Damian Machura (1.012 Pins) sowie Jörg Knobloch und Siegfried Weiß, die sich punktgleich mit jeweils 1.002 Pins behaupteten.
Um 14:30 Uhr folgte die zweite Serie.
Finale am Sonntag: Tückische Bahnen verlangen alles ab
Am Sonntag um 09:00 Uhr startete der finale Durchgang auf dem vermeintlich leichtesten Ölmuster. Dieses erwies sich jedoch als äußerst tückisch: Die Bahnen trockneten rasend schnell ab, sodass sich das Laufverhalten der Bälle von Bahn zu Bahn drastisch unterschied. Anastasios Chalkidis bewahrte die Nerven und führte die Vereinswertung in der dritten Serie mit 1.121 Pins an. Siegfried Weiß (1.077 Pins), Jörg Knobloch (1.076 Pins) und Damian Machura (1.058 Pins) zeigten ebenfalls solide Leistungen.
Die Gesamtergebnisse im bundesweiten Feld:
Anastasios Chalkidis: Platz 14 der Gesamtwertung
Damian Machura: Platz 17 der Gesamtwertung
Jörg Knobloch: Platz 28 der Gesamtwertung
Siegfried Weiß: Platz 35 der Gesamtwertung
Kritikpunkt Spielgeschwindigkeit & Blick nach vorn
Trotz des sportlich lehrreichen Turniers gab es deutliche Kritik von vielen Aktiven bezüglich der Spieldauer. Durch extremes „Slowbowling“ zog sich jede 6er-Serie auf über fünf Stunden hin. Bei konsequenter Einhaltung der DBU-Sportordnung und engagierterem Durchgreifen der Schiedsrichter wäre eine Spielzeit von rund vier Stunden pro Serie realistisch gewesen – ein Problem, das der Verband künftig konsequenter angehen muss.
Für die vier Kelsterbach-Akteure überwog am Ende dennoch das Positive: Das Lesen komplexer Ölmuster, die richtige Ballauswahl und die Anpassung an sich rasch verändernde Bahnbedingungen brachten wichtige Erkenntnisse für die Zukunft. Nun richtet sich der Blick voll auf die kommende Ligasaison, die am 20. September 2026 startet. Bis dahin werden die Erkenntnisse aus Ludwigshafen intensiv im Training verfeinert!